Pausenflohmarkt

04/10/2026 Von Britta Thyssen Aus

Am 30. September 2026 fand an unserer Schule ein Pausenflohmarkt statt, der gemeinsam vom WPK-2-Politik/Wirtschaft-Kurs des Jahrgangs 10 und einem Arbeitslehre-Kurs des Jahrgangs 9 organisiert wurde. In beiden großen Pausen konnten die Schülerinnen und Schüler im Atrium stöbern, gebrauchte Dinge entdecken und dabei erleben, wie nachhaltiger Konsum ganz praktisch aussehen kann.

Entstanden ist die Idee zum Pausenflohmarkt aus dem Unterricht. Im WPK-2-Kurs Politik und Wirtschaft von Frau Sauer, an dem Schülerinnen und Schüler der Klassen 10a, 10b und 10d teilnehmen, beschäftigten sich die Lernenden im Rahmen einer Unterrichtseinheit intensiv mit den Themen „Jugend und Konsum“ sowie „Fast Fashion“. Dabei setzten sie sich unter anderem mit dem eigenen Konsumverhalten und den ökologischen und sozialen Folgen der Modeindustrie auseinander. Auch im Arbeitslehre-Kurs des Jahrgangs 9 von Frau Kahlert wurde das Thema „Fast Fashion“ aufgegriffen. Gemeinsam wurde darüber nachgedacht, welche Alternativen es zum ständigen Neukaufen gibt und wie nachhaltiger Konsum im Alltag umgesetzt werden kann.

Aus diesen Überlegungen entwickelte sich schließlich die Idee, selbst aktiv zu werden. Ein Pausenflohmarkt sollte zeigen, dass Dinge, die man selbst nicht mehr benötigt, für andere noch interessant und wertvoll sein können. Gleichzeitig wollten die Schülerinnen und Schüler ihre Mitschülerinnen und Mitschüler für einen bewussteren und nachhaltigeren Umgang mit Konsum sensibilisieren. Die Planung und Vorbereitung des Projekts erfolgte in den jeweiligen Kursen. Von der Entwicklung der Idee über die Organisation bis hin zur Durchführung waren die Schülerinnen und Schüler aktiv beteiligt. Verkauft wurden gebrauchte Kleidung und andere Dinge, die auf diese Weise eine zweite Chance erhielten, anstatt ungenutzt zu Hause zu liegen oder weggeworfen zu werden.

Der Pausenflohmarkt wurde von der Schulgemeinde sehr gut angenommen. In beiden Pausen herrschte reger Betrieb, es wurde gestöbert, gehandelt und vor allem viel gekauft. Damit wurde aus einem Unterrichtsthema ein konkretes Projekt, das nachhaltigen Konsum direkt im Schulalltag erlebbar machte. Der erfolgreiche Flohmarkt zeigte, dass nachhaltiger Konsum nicht kompliziert sein muss: Manchmal reicht es schon, Dingen ein zweites Leben zu geben und vor dem nächsten Neukauf zu überlegen, ob es nicht auch eine andere Möglichkeit gibt.

Bericht: Anna Sauer