Besuch eines Kalksteinbruchs in Grebenstein
16/06/2026Auf Wunsch der Schülerinnen und Schüler ging es im Juni noch einmal im Rahmen der Begabungsförderung als Aktion der GSF Akademie mit Frau Löffler und Herrn Werner in einen Steinbruch der Firma Transcal Kalksteinbruch GmbH in Grebenstein. Keiner von uns kannte den Steinbruch und wir wussten nicht, ob wir dort Fossilien finden würden.


Rund um Kassel war vor etwa 240 Millionen Jahre ein Meer. Die Kalkablagerungen sind fossile Überreste der Lebewesen aus der damaligen Zeit, vor allem von Muscheln. Wir hatten gehofft, evtl. wieder – wie beim letzten Besuch des Steinbruchs in Lamerden – auch Schnecken und Ceratiten zu finden. Obwohl uns dies nicht gelang und unsere Funde sich auf Fraßgänge von Würmern sowie Muscheln beschränkten, hatten wir einen schönen Vormittag im Steinbruch. Wir konnten an den Abbruchkanten sehr gut die vielen Erdschichten begutachten. Es war leicht vorstellbar, wie sich über viele Millionen Jahre der Kalkstein gebildet hatte.



Wir fanden dann auch noch ein paar nicht fossile Knochen von einem Reh sowie kleine Stachelreste eines Igels. Dies waren vielleicht die Überreste von Mahlzeiten eines Uhus aus dem Steinbruch. Uhus fressen auch mal ein verendetes Rehkitz und jagen aktiv Igel.
Leider mussten wir auch noch erfahren, wie gefährlich ein solcher Steinbruch ist. An einer Abbruchkante fanden wir einen schwerverletzten Dachs, der offensichtlich über die Kante abgestürzt war. Der Jagdpächter kam und erlöste das Tier, dem nicht mehr anders zu helfen war.
Von diesem Erlebnis abgesehen war es wieder ein informativer und schöner Ausflug. Vielen Dank an den Nachbarschaftsverein Fuldatal für die Ausleihe des Busses zum Transport der Schülerinnen und Schüler und an die Transcal Kalksteinbruch GmbH für die Erlaubnis, den Steinbruch zu besuchen, sowie die nette Betreuung von Herrn Kleim vor Ort.


Bericht: Stefanie Löffler
